Baugebiet Dröhnhorst?

 

Es handelt sich um das Gebiet Dröhnhorster Weg / Messingschläger Teich.

Dies würde ein nochmals erheblich steigendes Verkehrsaufkommen bedeuten.  Daneben würde der Lebensraum vieler, auch bedrohter Tierarten empfindlich beeinträchtigt. Durch die Bauarbeiten, durch Lärm, Autos und die vielen, dort dann lebenden Menschen würden die Tiere vom Messingschläger Teich vertrieben werden.

Hinten auf der Ackerfläche (neben der Bahn und ein Stück weit hinter dem Klosterberg entlang)  befindet sich ein eingetragenes Biotop und Landschaftsschutzgebiet, ein kleines Niedermoor, in dem seltene Vögel leben. Niedermoore sind wichtig als CO2-Speicher und dämpfen den Treibhauseffekt. Solche kleinen Biotope schaffen auch ein anderes Mikroklima – sicherlich hilfreich in einer verkehrstechnisch dermaßen belasteten Ecke von Reinfeld.

Im vorderen Teil der Ackerfläche, Richtung Stadt, liegt eine große, alte Müllkippe, in die bis in die 1970er Jahre auch Gewerbebetriebe ihren Abfall gekippt haben. Nicht nur Hausmüll wurde dort abgeladen, sondern auch Motorblöcke, Farben, Lacke und sonstiger schwer umweltschädigender Abfall.

Diese alte Müllkippe ist nie saniert worden, der ganze Abfall liegt noch dort. Abgesehen vom Umweltaspekt – wer soll es eigentlich bezahlen, wenn dort Bauarbeiten stattfinden und dieses Gebiet saniert werden muß? Oder sollen dort junge Familien einfach direkt neben der Mülldeponie bauen? Ein paar Sträucher dazwischen und schon ist alles gesund?

Das Gebiet westlich (rechts) vom Hof liegt direkt neben der Bahn, es gibt keine Lärmschutzwände. Eine Bebauung würde erfordern, eine neue Zufahrtsstraße anzulegen. Was dies ökologisch bedeuten würde, haben wir hier beschrieben. Bei dieser weiter westlichen Bebauung wären die Folgen für die Natur sogar noch gravierender, weil ein noch viel größeres Gebiet beeinträchtigt wäre. Es handelt sich sogar um ein offizielle Landschaftsschutzgebiet – aber wen interessiert das, wenn man Geld verdienen kann?

Für den Investor und die neuen Hausbesitzer würde das Gebiet Probleme bereiten, weil dort früher der Untere Messingschlägerteich lag, das heißt, auch dort ist der Untergrund teilweise sehr naß. Der Landwirt hatte zwar schon vor Jahren eine Drainage gelegt, aber trotzdem steht seitlich vom alten Wirtschaftsweg auch in normalen Sommern das Wasser. Dort wächst sogar heute noch Schilf.

Laut Aussage des Landwirtes handelt es sich um sehr gutes Ackerland. Essen müssen wir alle – wohnen könnten dort aber nur nur relativ wenige.

 

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