Treffen mit der Politik

Heute, am 03. September 2018, hatten die Sprecher von Pro Reinfeld ein offizielles Treffen mit den Fraktionsvorsitzenden aller Parteien, sowie dem Bürgermeister, Herrn Gerstmann, und dem Bauamtsleiter, Herrn Kruse.

Als erstes übergaben wir Herrn Gerstmann die bisher schon gesammelten, knapp 400 Unterschriften gegen das geplante Baugebiet im Dröhnhorster Weg.

Danach folgten fast zwei Stunden Austausch über unsere Bedenken, insbesondere über den zu erwartenden, starken Anstieg des Verkehraufkommens, die Versiegelung weiteren Bodens mit hunderten Ein- und Zweifamilienhäusern und die Zerstörung des Lebensraumes vieler Tiere.

Auch der Abriß der kleinen Häuser entlang des vorderen Endes vom Dröhnhorster Weg, sowie der Bau eines großen Kreisels an der Kreuzung zur Hamburger Straße war Thema.

Als Ergebnis kann man festhalten, dass die Stadt schon einige Weichen zur Innenstadtverdichtung gestellt hat, was wir sehr begrüßen.

Trotzdem bestünde ein derart großer Bedarf an neuem Wohnraum, dass man nicht umhin käme, Reinfeld wachsen zu lassen und Neubaugebiete auszuweisen. – Wofür wir zwar durchaus Verständnis haben, aber dennoch schon das jetzige Verkehrsaufkommen als problematisch wahrnehmen.

So, wie es jetzt ist, ist ein noch stärkerer Verkehr für die Stadt kaum ertragbar, zumal manche Straßen, wie z.B. die Ahrensböker Straße, schlicht marode sind. Viele andere Straßen werden vermutlich durch eine noch größere Belastung schneller kaputt gehen.

Durch die ungünstige Verkehrsführung sind schon jetzt Treckergespanne regelrecht gezwungen, mitten durch die Innenstadt zu fahren.

Weitere, neue Radwege wird es nicht geben, im Gegenteil: den Fahrradfahrern mussten Radwege weggenommen werden, z.B. Richtung Heidekamp.

All dies ist jetzt schon sehr unbefriedigend, durch noch einige hundert weitere Fahrzeuge würde sich die Situation noch weiter verschärfen.

Solange die Verkehrswege nicht besser geregelt sind, sollte man die Stadt nur sehr moderat wachsen lassen.

Im Dröhnhorster Weg, wie auch an anderen Stellen der Stadt, sind tatsächlich auch Mehrfamilienhäuser geplant, damit der Bedarf auch an kleineren Wohnung etwas gedeckt wird. Erneut stellt sich aber auch dort die Frage, wie viele neue Fahrzeuge damit wohl auf unsere Straßen kommen werden.

Für alle Naturfreunde wiederum ist der Plan, dort etliche weitere Hektar Land zu bebauen und somit Rebhühnern, Rehen, Feldsperlingen, Schwalben, Feldlerchen, Fledermäusen und vielen anderen Tieren noch mehr Lebensraum zu nehmen, sowie einen halben Kilometer des idyllischen Wanderweges zu zerstören, mehr als traurig.

Man rechnet für etwa Sommer 2019 mit einem erarbeiteten, neuen Flächennutzungsplan.

Es liegen weder Wirtschaftlichkeitsberechnungen, noch Umweltverträglichkeitsprüfungen vor, aber es wurden schon Gespräche mit einem Investor geführt.

Insgesamt empfanden wir den Austausch mit „der Politik“ und Verwaltung als interessant. Endlich konnten wir unsere Bedenken und Gedanken einmal persönlich darlegen.

Konkrete Ergebnisse gab es nicht und wir hatten auch leider nicht den Eindruck, dass unsere Bedenken wirklich ernst genommen werden.

Es wird zu dem ganzen Thema auch eine Einwohnerversammlung geben, voraussichtlich im Oktober.

 

Bis dahin sammeln wir unbedingt weiter Unterschriften.

Und wir alle behalten die weiteren Entscheidungen und Beschlüsse genau im Auge.

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