Notizen aus dem Stadtentwicklungsausschuß

Am 04.05.21 tagte endlich mal wieder der Stadtentwicklungsausschuß.

Nachdem die CDU sich zwei Jahre lang geweigert hatte, unsere am 19.September 2019 eingereichten Vorschläge überhaupt nur in Betracht zu ziehen, setzte sie nun plötzlich und unerwartet den Punkt „Verkehrsentlastung und Fahrradschutzstreifen“ auf die Tagesordnung.
Mit fast identischen Punkten, wie wir sie seit anderthalb Jahren immer wieder gefordert haben.
Eigentlich ist es ja unerheblich, wer nun den Anstoß zu den dringend benötigten Veränderungen gibt, deshalb freuen wir uns im Sinne der Sache einfach sehr darüber.

Einig waren sich die anderen Fraktionen darüber, dass es schön gewesen wäre, wenn die CDU ihre Zuneigung zu den Radfahrern schon früher gezeigt hätte, als nämlich die Verkehrsaufteilung der neuen Brücke besprochen wurde. Oder die neue Feldstraße. Ist noch gar nicht so lange her.

 

 

Nach einigem Hin und Her einigte man sich darauf, dass die Vorschläge der CDU, mitsamt dem Gedanken dahinter, dass das Miteinander von Autos, Fahrrädern und Fußgängern verbessert werden muß, als Grundlage in das neu zu erstellende Mobilitätskonzept der Stadt einfließen soll.
Der Antrag soll der Prioisierung dienen.

 

 

Derweil schlug die SPD vor, die verschiedenen Gedanken etwas zu stufen, damit nicht alles zusammen in eine ferne, unbestimmte Zukunft verschoben wird. So könnte man wenigstens einige Dinge schonmal in Angriff nehmen.
Die Verwaltung soll zeitnah(!) Vorschläge zu einer Neuverteilung des Straßenraums zu Gunsten von Radfahrern und Fußgängern entwickeln. Und diese Vorschläge sollen aber auch, wo möglich, schon parallel und zeitnah umgesetzt werden.
Finden wir prima.

Im Zuge der Diskussion über diesen Tagesordnungspunkt wurde zu Recht einhellig die Stadtverwaltung gelobt, die die Anzahl der Fahrradstellplätze am Bahnhof glatt verdoppelt.

Die Grünen erwarten, sicher nicht ganz zu unrecht, einen gewissen Widerstand vom Kreis.
Man erinnere sich, dass es schon partout nicht möglich war, den allgemein gewünschten, über Jahrzehnte gehabten Zebrastreifen über die Paul-von-Schoenaich-Straße wiederzubekommen.

Auf jeden Fall bedeutet der Antrag der CDU zur größeren Fahrradfreundlichkeit in der Stadt, dass diverse Partner „mitgenommen“ werden müssen, da es sich bei den ins Auge gefaßen Straßen um Kreis- und Landesstraßen handelt.
So schnell die CDU auch gerne mit der Umsetzung beginnen würde, weil sie dringenden Handlungsbedarf sieht (wir auch!), so viel Geduld werden wir wohl alle noch haben müssen.

Auf jeden Fall war das eine spannende Sitzung, mit einem für die Reinfelder, die Radler und Pro Reinfeld wirklich wichtigen und guten Tagesordnungspunkt.


Nebenbei bemerkt:
die Bild- und Tonqualität einiger Teilnehmer konnte man nur als „grottig“ bezeichnen.
Es war wirklich anstrengend, der Sitzung zu folgen. Bestimmt ging das den Teilnehmern selbst genauso.
Einige konnte man nur als Schemen erkennen, noch mehr hatten anscheinend erhebliche Probleme entweder mit ihrem Mikrofon oder ihrem W-Lan, andere flogen gleich ganz aus der Konferenzschaltung heraus.
Es würde für sämtliche Teilnehmer und auch Gäste bestimmt erheblich leichter werden, die jeweiligen Sprecher zu verstehen, wenn sich alle dazu entschließen könnten, mit einem Headset zu arbeiten.

 

 

 

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