Wir hatten wieder Besuch!

Wir haben uns gestern, am 12. März, sehr gefreut, auch den zweiten Bürgermeisterkandidaten, Herrn Wramp, kennenlernen zu können.

Herr Wramp nahm sich fast drei Stunden Zeit und gab uns damit sehr viel Gelegenheit, ihn als Person kennenzulernen und seine Einschätzung der Reinfelder Lage zu hören, die ja doch speziell ist (siehe die Haushaltslage und andere Dinge, wie z.B. den Sportplatz).
Er hat ein ganz anderes Profil als seine beiden Mitbewerber. Wo der eine den Amtsinhaberbonus hat, und die andere eine mitreißende, energiegeladene Art, kann er mit seiner sehr großen Expertise punkten, die nicht nur Verwaltungsangelegenheiten und Führungserfahrungen betrifft, sondern auch viele andere, ganz verschiedene Dinge, wie Feuerwehrbedarfe, Sportplätze, Förderungsmöglichkeiten, Bauwesen, Schulen und noch anderes mehr.

Wir haben uns über etliche verschiedene Themen unterhalten und auch viel für uns neues gehört.

Seine Einstellung zu Neubaugebieten ist eindeutig: Abgesehen davon, dass sie sich für die Kommunen nicht rechnen und viel zu viel kosten, sind die alten Konzepte ( = Bauen, Bauen, Bauen, einen Ort immer weiter zersiedeln) schlicht überholt.
Außerdem würden dann auch noch größere Schulen und mehr Kindergärten benötigt. Und auch die Infrastrukur eines Ortes muß der Einwohnerzahl gewachsen sein.
Angesichts des demographischen Wandels werden mittelfristig sehr viel mehr altersgerechte, kleinere Wohnungen gebraucht. Immer mehr ältere Menschen werden sich von ihren Einfamilienhäusern trennen und lieber stadtnah auf kleinerem Raum wohnen wollen.
Insofern wäre es viel klüger zu schauen, wo man in Reinfeld verdichten kann, ohne den grünen Charakter unserers Städtchens zu verlieren.
Allerdings, auch das wurde wahrheitsgemäß gesagt: Ein Bürgermeister kann nur Moderator sein, solche Entscheidungen obliegen der Politik.
Er kann aber verschiedene, sachlich abgewogene Alternativen anbieten, so dass die Politik wirklich gut informierte Entscheidungen treffen kann.

Er ist seit vielen Jahren Vorstandsmitglied bei „Holsteins Herz“ (einem Verein, der sich sehr für die Förderung und Entwicklung Holsteins einsetzt und viel bewegt). Reinfeld ist Mitglied und auch wir würden uns dort gerne als Bürgerinitiative mit einbringen.

Was uns neben seiner vielfältigen, großen Erfahrung auch sehr gut gefallen hat, ist seine freundliche, ruhige und sachliche Art. Es werden keine „Luftschlösser“ gebaut, keine der typischen Wahlversprechen gemacht, die niemals eingehalten werden können. In manchen Punkten ist er auch anderer Meinung als wir, bzw. bringt Argumente ins Spiel, an die man noch gar nicht gedacht hat, Thema Sportplatz. Und genau das macht so ein Gespräch erst zum Gewinn.

Auf jeden Fall war es ein hochinformativer Abend, der uns nicht nur Gelegenheit bot, einen interessanten Menschen kennenzulernen, sondern auch tatsächlich neue Gedankenanstöße für unsere Arbeit gab.

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