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Wir hatten wieder Besuch!

Wir haben uns gestern, am 12. März, sehr gefreut, auch den zweiten Bürgermeisterkandidaten, Herrn Wramp, kennenlernen zu können.

Herr Wramp nahm sich fast drei Stunden Zeit und gab uns damit sehr viel Gelegenheit, ihn als Person kennenzulernen und seine Einschätzung der Reinfelder Lage zu hören, die ja doch speziell ist (siehe die Haushaltslage und andere Dinge, wie z.B. den Sportplatz).
Er hat ein ganz anderes Profil als seine beiden Mitbewerber. Wo der eine den Amtsinhaberbonus hat, und die andere eine mitreißende, energiegeladene Art, kann er mit seiner sehr großen Expertise punkten, die nicht nur Verwaltungsangelegenheiten und Führungserfahrungen betrifft, sondern auch viele andere, ganz verschiedene Dinge, wie Feuerwehrbedarfe, Sportplätze, Förderungsmöglichkeiten, Bauwesen, Schulen und noch anderes mehr.

Wir haben uns über etliche verschiedene Themen unterhalten und auch viel für uns neues gehört.

Seine Einstellung zu Neubaugebieten ist eindeutig: Abgesehen davon, dass sie sich für die Kommunen nicht rechnen und viel zu viel kosten, sind die alten Konzepte ( = Bauen, Bauen, Bauen, einen Ort immer weiter zersiedeln) schlicht überholt.
Außerdem würden dann auch noch größere Schulen und mehr Kindergärten benötigt. Und auch die Infrastrukur eines Ortes muß der Einwohnerzahl gewachsen sein.
Angesichts des demographischen Wandels werden mittelfristig sehr viel mehr altersgerechte, kleinere Wohnungen gebraucht. Immer mehr ältere Menschen werden sich von ihren Einfamilienhäusern trennen und lieber stadtnah auf kleinerem Raum wohnen wollen.
Insofern wäre es viel klüger zu schauen, wo man in Reinfeld verdichten kann, ohne den grünen Charakter unserers Städtchens zu verlieren.
Allerdings, auch das wurde wahrheitsgemäß gesagt: Ein Bürgermeister kann nur Moderator sein, solche Entscheidungen obliegen der Politik.
Er kann aber verschiedene, sachlich abgewogene Alternativen anbieten, so dass die Politik wirklich gut informierte Entscheidungen treffen kann.

Er ist seit vielen Jahren Vorstandsmitglied bei „Holsteins Herz“ (einem Verein, der sich sehr für die Förderung und Entwicklung Holsteins einsetzt und viel bewegt). Reinfeld ist Mitglied und auch wir würden uns dort gerne als Bürgerinitiative mit einbringen.

Was uns neben seiner vielfältigen, großen Erfahrung auch sehr gut gefallen hat, ist seine freundliche, ruhige und sachliche Art. Es werden keine „Luftschlösser“ gebaut, keine der typischen Wahlversprechen gemacht, die niemals eingehalten werden können. In manchen Punkten ist er auch anderer Meinung als wir, bzw. bringt Argumente ins Spiel, an die man noch gar nicht gedacht hat, Thema Sportplatz. Und genau das macht so ein Gespräch erst zum Gewinn.

Auf jeden Fall war es ein hochinformativer Abend, der uns nicht nur Gelegenheit bot, einen interessanten Menschen kennenzulernen, sondern auch tatsächlich neue Gedankenanstöße für unsere Arbeit gab.



Update & Berichtigung

Nachdem wir die Zahlen zum Abstimmungsverhalten in der letzten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, die für alle Schüler, deren Eltern und alle Radfahrer sehr unschön begonnen hat, geprüft haben, kommen wir zu dem Ergebnis, dass die W!R ihren Ruf, sich an zuvor getroffenen Vereinbarungen und erarbeiteten Ergebnissen nicht zu halten, gefestigt hat.

Dabei geben sie wenig auf die Sicherheit von Schulwegen und sicherem Radverkehr. Erstaunlicherweise haben sie die Abgeordneten der CDU und einige Abgeordnete der grünen Fraktion durch ihre verschwommene Begründung mit eingefangen.

Im Vorfeld wurde von allen Parteien in mehreren stundenlangen Sitzungen, auch unter Beteiligung des ADFC, sehr betont, dass das wichtigste sichere Schulwege und die Sicherheit der Schulkinder ist.
Davon fand sich bei den Parteien, als es denn endlich mal darum ging, die Dinge anzupacken, nur sehr wenig wieder. Einzig die SPD stand vollständig zu allen vorher besprochenen Punkten.
Ein sehr trauriges Ergebnis.

Die W!R hat sich bei uns sehr über unseren ersten Beitrag und den Gastbeitrag des ADFC auf unserer Webseite zu der Ausschusssitzung beschwert: die W!R wäre ja nicht alleine verantwortlich für die Änderung der Tagesordnung, und auch nicht für die Abstimmungsergebnisse. Nein, das sind sie nicht, aber sie haben es initiiert, und somit sind sie verantwortlich, dass überhaupt darüber abgestimmt wurde, Themen von der Tagesordnung der Ausschußsitzung zu nehmen.

Und das nach einem von ihnen veranstalteten Workshop – bei dem auch Angehörige der anderen Fraktionen beteiligt waren-, bei dem die Themen „Sicherheit“ und sichere Schulwege von allen Teilnehmern ganz besonders in den Vordergrund gestellt wurden.
Unser Gesprächsangebot vom Valentinstag wurde von der W!R mit der Begründung, dass es keinen Anlass für ein weiteres Gespräch gäbe, abgelehnt.
Gibt es keinen Anlass für ein weiteres Gespräch? Haben sichere Schulwege und die Sicherheit für Radfahrer im Straßenverkehr wirklich noch einige Jahre Zeit, bis ein Mobilitätskonzept fertiggestellt ist? Wir meinen nicht.

Wir wissen, dass manche CDU- Mitglieder, genau wie einige W!R- und Grünen- Fraktionsmitglieder, passionierte und engagierte Radfahrer sind, die durchaus für sichere Schulwege und Sicherheit für Radfahrer im Straßenverkehr sind und dafür auch schon seit langer Zeit kämpfen. Ein W!R-Mitglied erzählte uns, dass er schon seit 30(!) Jahren versuchen würde etwas zu bewegen, aber es hätte sich nichts gerührt.
Jetzt war die Chance zum Greifen nahe!!

Liebe CDU-, W!R- und Grünen Fraktionen, redet nicht nur, sondern hört doch bitte auch mal auf Eure leiseren Fraktionsmitglieder – und auf die Bürger!
„Vernünftig (= schnell) fließender PKW-Verkehr“ ist in einer kleinen Stadt wie Reinfeld weder zeitgemäß, noch besonders wünschenswert. 
Wir, also Fußgänger, Radfahrer und auch die meisten Autofahrer wollen lieber ein vernünftiges und sicheres Miteinander!



Heute zu Gast: Der ADFC

Wir haben uns sehr gerne bereiterklärt, seine offizielle Presseerklärung zum… überraschenden Verhalten der WIR (und der CDU – als würde der PKW-Verkehr nicht richtig fliessen können, wenn man lediglich Rad- und Fußwege etwas anders aufteilt) bei der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses mit auf unsere Seite zu nehmen:

***

Am 10. Februar tagte in Reinfeld der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr.
An diese Sitzung knüpften alle, die sich um Förderung des Rad- und Fußgängerverkehrs und um Sicherung der Schulwege bemühen, einige Hoffnungen, standen auf der Tagesordnung doch  Punkte, die aktuell vorliegende Probleme aufgreifen sollten und dann schließlich auch der Vorschlag, grundsätzlich ein umweltfreundliches Mobilitätskonzept zu entwickeln.
Doch wie schaffe ich es Vorschläge abzuwürgen, ohne direkt dagegen zu argumentieren zu müssen? Die WIR hatte die Lösung: man setze ohne Diskussion alle aktuellen Probleme möglichst von der Tagesordnung – mit dem Argument, der Verwaltung Arbeit zu ersparen – und erkläre sie alle zu Unterpunkten eines Mobilitätskonzeptes. Die Erarbeitung dieses Konzeptes dauert etwa 3 Jahre und bis dahin kann Gras über einiges wachsen.
Was beispielsweise die geforderte Überprüfung hinderlicher Drängelgitter in Radwegen in einem übergreifenden Mobilitätskonzept soll, erschließt sich nur der WIR. Und der CDU. Als es um den Tagesordnungspunkt ging, die Bahnhofbrückenplanung zu überprüfen , die bislang Fußgänger und Räder entgegen den verkehrlichen Richtlinien benachteiligt,  begründete Chr. Röhr die Ablehnung des Punktes in aller Klarheit: „Der Autoverkehr muß vernünftig fließen.“ 
Schließlich beschloß der Ausschuss doch immerhin, die Erwägung weiterer Verkehrsberuhigung in der P. v. Schoenaichstraße und in der Klosterstraße. Und dann auch Planung eines Mobilitätskonzeptes.
 Der ADFC wird sich weiter darum bemühen, daß die aktuellen und geplanten Probleme nicht mit vagen Versprechungen auf die Zukunft vom Tisch gekehrt werden. Es wird Zeit für frische Luft in Reinfeld.

https://adfc-stormarn.de/index.php/component/tags/tag/reinfeld?rCH=2

 



Von Absprachen und Verlässlichkeit

Gestern standen im Ausschuß für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr „eigentlich“ verschiedene Punkte zur Sicherung des Radverkehres in Reinfeld auf der Tagesordnung.
Sämtliche Punkte waren vorher mit allen Fraktionen, sowie mit dem ADFC und Pro Reinfeld abgesprochen worden.
Die WIR hatte sogar noch eine extra Sitzung anberaumt, die stattfand vor der interfraktionellen „Arbeitsgruppe Verkehrsentwicklung“, zu der Pro Reinfeld und der ADFC ebenfalls eingeladen waren.
In allen Punkten herrschte Einigkeit zwischen allen Beteiligten. Man wollte unbedingt wenigstens einige Punkte schnellstmöglich umsetzen.

Und gestern Abend ließ die WIR urplötzlich, ohne Begründung und ohne jemanden vorher zu informieren alle Punkte zum Thema Radkonzept von der Tagesordnung streichen! Es gab keinerlei Diskussionen, keine Aussprachen, und schon gar keine Beschlüsse, um irgendetwas von dem in vielen Stunden von allen erarbeitetem Konzept umzusetzen!
Wie kann das sein? Sieht so die vielgerühmte und eingeforderte(!) Bürgerbeteiligung aus?! So „steht die WIR für Politik mit den Reinfeldern“?
Anstatt sich nur in vielen Sitzung über ein „man sollte unbedingt“ zu ergehen, wäre jetzt die Chance gewesen, endlich mal irgendwas umzusetzen.
Chance bis auf weiteres vertan.

Ist das egal??



Wir hatten Besuch

und zwar von der Bügermeisterkandidatin für Reinfeld, Frau Mary Rose Wolgast.

In mehr als zwei Stunden konnte sich unser Arbeitskreis mit ihr in einem lebhaften und sehr konstruktiven Gespräch ausführlich über unsere und Frau Wolgasts Ziele und Vorstellungen austauschen.

Wir von Pro Reinfeld sind in allererster Linie einfach Bürger, die sich für das Wohl und die Zukunft Reinfelds engagieren, insofern war es sehr spannend, sich derart intensiv mit der Bügermeisterkandidatin unterhalten zu können.
Dabei drehte sich das Gespräch längst nicht nur um Wohnraumbedarf und dessen Behandlung, sondern auch um Digitalisierung, den städtischen Haushalt,  den Radverkehr, Bürgerkontakte und unsere Schulen. Frau Wolgast hat uns nicht nur mit ihrem Fachwissen, sondern auch von ihren Führungsqualitäten überzeugt.
Dazu hat uns ihre tatkräftige, bodenständige und pragmatische Art gut gefallen.

Ihren Mut, ohne hilfreiches Hintergrundteam und als von der Politik völlig unabhängige Kandidatin anzutreten, finden wir sehr beeindruckend.
Insgesamt empfanden wir den Abend als informativ und lohnend.

 



Traurige Nachrichten

erreichten uns gestern: Frau Sabine Reichle, die Ortsgruppenvorsitzende des NABU Reinfeld/Nordstormarn, ist am 03. Februar verstorben.

Sie hat mit ihrer großen Kompetenz und ihrer freundlichen Art viele Menschen für den Natur- und Umweltschutz begeistert und tolle Projekte auf die Beine gestellt.
Diese sind nun ihr Vermächtnis und erinnern die Menschen sicher noch sehr lange Zeit an die große Naturverbundenheit, die Energie und die Schaffenskraft von Frau Reichle.

Wir von Pro Reinfeld sind sehr traurig und wünschen ihrer Familie und den Kollegen und Freunden vom NABU viel Kraft.

 



„Jedes Ding hat seine Zeit“

Und so ist es wohl auch mit dem Radverkehr in Reinfeld.
Unsere Initiative vom September 2018 – wir überreichten den Fraktionen und der Verwaltung unser Konzept und unsere Gedankenanregungen zum Thema Radverkehr in Reinfeld – war offensichtlich das Startsignal für unsere Kommunalpolitik, nun endlich und wirklich etwas für die Radfahrer zu tun.

Gestern waren wir Gast bei der interfraktionellen Arbeitsgruppe „Verkehrsentwicklung“, zu der ebenfalls die beiden Sprecher der neugegründeten Ortsgruppe Reinfeld/Nordstormarn des ADFC eingeladen wurden.
In der dreistündigen Sitzung wurde sehr lebhaft und konstruktiv über (auch buchstäblich) neue Wege für den Reinfelder Radverkehr diskutiert.
Wir haben festgestellt, dass im Laufe der letzten Jahre jede Fraktion schonmal versucht hat, den Radfahrern das Leben zu erleichtern, aus unerfindlichen Gründen aber bei den jeweils anderen Fraktionen damit gescheitert ist.
Vielleicht war die Zeit auch einfach noch nicht reif dafür.

Dies ändert sich jetzt hoffentlich!
Zumindest wurden gestern vereinbart, gleich mehrere Punkte in den einzelnen Fraktionen zu besprechen und dann in den Ausschuß für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr und auch in den Hauptausschuß zu bringen. Man kann bloß hoffen, dass dort dann auch die entsprechenden Beschlüsse fallen – die Zeit ist mehr als reif dafür.
Wir alle kommen nicht umhin, etwas für den Klimaschutz zu tun.
Viele Reinfelder tun schon ihren Teil, nun müssen Politik und Verwaltung sie endlich dabei unterstützen und für ihre Sicherheit sorgen!

Ein weiterer, großer Aspekt des verbesserten Radverkehrs wäre die Förderung von Tourismus und Einzelhandel in Reinfeld. Laut Studien gehören beispielsweise Radwanderer zu den Gruppen, die das meiste Geld in eine Gemeinde bringen.
Während der Akku des e-Bikes an der Ladestation lädt, kann z.B. eine Kaffeepause eingelegt, ein Buch für den Abend gekauft, ein gesunder Snack im Reformhaus gekauft werden. Oder man schaut nach einem Mitbringsel in einem unserer schönen Geschäfte.
Viele der Wohnmobilisten, die gerne bei uns Station machen, haben ebenfalls Fahrräder dabei. Auch sie wären durch ein gut ausgestattetes Radwegenetz animiert, länger in Reinfeld zu bleiben um unsere wunderbare Natur zu erleben und hier essen zu gehen und einzukaufen.

Wir hoffen, dass sich die ersten, kleineren Verbesserungen kurzfristig zeigen und dass die größeren Maßnahmen jetzt endlich auf den Weg gebracht werden!



News für Reinfelder Radler

Pro Reinfeld ist begeistert, den Impuls zu wichtigen Veränderungen in Reinfeld gegeben zu haben!

Wir gratulieren dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) sehr herzlich zur Gründung der Ortsgruppe Reinfeld/Nordstormarn!
Am 28. November war Pro Reinfeld mit einigen Vertretern zur Unterstützung bei der Gründungsversammlung im Neuen Rathaus.
https://adfc-stormarn.de/index.php/reinfeld-nordstormarn/159-reinfeld-hat-sich-entschieden
Selbstverständlich sind auch mehrere von uns umgehend Mitglied im ADFC geworden!
Anwesend waren ebenfalls Mitglieder fast aller Fraktionen im Rathaus, sowie Herr Gerstmann, der Bürgermeister.

Und dann kommt eventuell tatsächlich doch nochmal Schwung in den Bau der Radwege-Lücke zwischen Kalkgraben und Lokfelder Straße!
Unsere hiesige CDU hat sich direkt in Kiel dafür stark gemacht, dass dieses Trauerspiel endlich beendet wird und der Radweg Bad Oldesloe-Lübeck auch an Reinfeld entlang läuft.
Die finanziellen Mittel stünden bereit – allerdings bremst die Verwaltung in Person des laut eigener Aussage „passionierten Radfahrers“ Herrn Gerstmann schon wieder alles aus: Es würde an Personal fehlen.
Wir fragen uns, ob man nicht die Prioritäten neu sortieren kann?? Immerhin wird seit Jahrzehnten(!) über die Radwege-Lücke geklagt! Man hätte ja kein Geld… Und nun ist das Geld endlich da und es geht angeblich trotzdem nicht?!
Man fragt sich, wieviel der Stadt tatsächlich an Umweltschutz, Stärkung des Radverkehrs und ihren Bürgern liegt.
https://www.ln-online.de/Lokales/Stormarn/Bund-will-Radweg-Luecke-in-Reinfeld-schliessen (Abo)

 



Update zu unserer Initiative für sichere Radwege

Nach dem Überreichen unseres Konzeptes während des Stadtentwicklungsausschusses kamen doch einige Dinge in Gang.

Einige Tage nach der Ausschußtagung suchten sowohl die SPD, als auch die WIR das Gespräch mit uns, um sich auszutauschen. Die Gespräche waren für alle  Seiten informativ und interessant. Wir hoffen, dass sich in absehbarer Zukunft tatsächlich etwas zum Besseren wendet.
Da sich Herr Karnick von den Grünen in einem Interview mit dem Wochenspiegel wenige Tage nach dem Ausschuß unserer Argumentation voll angeschlossen hat, sind wir zuversichtlich.
Wir bleiben an der Sache dran und arbeiten auch weiterhin auf den von vielen Reinfeldern gewünschten Radweg vom Kalkgraben bis zur Lokfelder Straße (Lidl) hin.

Auch die Presse nahm das Thema auf, zum Beispiel hier:

https://www.ln-online.de/Lokales/Stormarn/Pro-Reinfeld-Unser-Radwegnetz-ist-eine-Katastrophe
https://www.shz.de/lokales/stormarner-tageblatt/die-karpfenstadt-soll-zur-radlerstadt-werden-id26029387.html

 



Herbst

Schon in’s Land der Pyramiden
Flohn die Störche über’s Meer;
Schwalbenflug ist längst geschieden,
Auch die Lerche singt nicht mehr.

Seufzend in geheimer Klage
Streift der Wind das letzte Grün;
Und die süßen Sommertage,
Ach, sie sind dahin, dahin!

Nebel hat den Wald verschlungen,
Der dein stillstes Glück gesehn;
Ganz in Duft und Dämmerungen
Will die schöne Welt vergehn.

Nur noch einmal bricht die Sonne
Unaufhaltsam durch den Duft,
Und ein Strahl der alten Wonne
Rieselt über Tal und Kluft.
(Theodor Storm)

Selbst wenn unser großer See nicht da ist, ist er schön und interessant

 



Herbst ist Baumzeit

In der Klosterstraße sind heute (legal!) etliche alte Bäume gefällt worden.
Laut Zahlen des Bundes Deutscher Forstleute decke etwa eine (in Zahlen: 1!) hundertjährige Eiche den Jahresbedarf an Sauerstoff für zehn Menschen.
Wieviel Sauerstoff hatten wohl die jetzt geschlagenen Bäume erzeugt? Wieviele Schadstoffe und Staub aus der Luft gefiltert?

Aber es gibt zum Glück auch die andere Seite.

Wie wir über die WIR Reinfeld erfahren haben, gibt es durch das Land Schleswig-Holstein eine große Baumpflanz-Aktion.

https://einheitsbuddeln.de/home

Die Idee ist, dass möglichst viele Menschen am 03. Oktober, zum Tag der Deutschen Einheit, einen Baum pflanzen. Nicht nur Vereine oder Organisationen, sondern auch möglichst viele Privatleute. Und das ganze dann jedes Jahr. Ist das nicht eine tolle Sache?

Die WIR Reinfeld lädt dazu ein, am 03. Oktober um 11.00 Uhr auf dem Spielplatz am Steinhof dabei zu sein.
Pro Reinfeld jedenfalls findet die ganze Aktion einfach großartig!



Die Sommerpause ist vorbei, die Sorge geht weiter

Auf den Tag genau fünf Monate ist es her, dass die Reinfelder Politik beschlossen hat, in der Dröhnhorst kein neues Baugebiet auszuweisen.
Und nun versucht die Verwaltung sozusagen „durch die kalte Küche“, dies doch noch durchzudrücken. Weil angeblich Wohnraum benötigt wird. Die nackten Zahlen – eben der Verwaltung – sagen allerdings etwas anderes.
Wir haben genug Wohnraum, bzw. liegen mit den geplanten Baumaßnahmen (z.B. Alfapark und Verdichtung der Stadt) genau im Soll.
Wieso also soll nun eine weitere Fläche versiegelt werden?? Und dies auch noch genau in einem Biotopverbundsystem?
Und wie kann es sein, dass die Verwaltung dermaßen unverfroren einen aktuellen und wohlüberlegten Beschluß der Politik umstoßen will?
Wäre ich Reinfelder Stadtverordnete, wäre ich sehr überrascht.
Die politischen Vertreter sind dafür gewählt worden, die Geschicke der Stadt zu bestimmen, nicht die Verwaltung. Im Sinne und für die Reinfelder Bürger.
Und inzwischen auch sehr dringend im Sinne von Natur- und Umweltschutz. Der Klimawandel mit seinen Herausforderungen findet auch in Reinfeld statt!
Wir brauchen nicht noch mehr Einfamilienhäuser wohlhabender Hamburger und nicht noch mehr Landversiegelung. Allmählich sollte sich das doch auch bis in die Amtsstuben kleinerer Städte herumgesprochen haben.

 



Stadtradeln – geschafft

Die drei Wochen sind rum, und ich wage zu behaupten, dass einige von uns durchaus fitter geworden sind.
Manche werden zukünftig kleinere Einkäufe nur noch per Rad erledigen.
Aber ich glaube, allen hat es großen Spaß gemacht!

Hier gibt es unser tolles Ergebnis und noch einige Fotos.

 



Radeln für Reinfeld – Halbzeit

Wir haben Halbzeit beim Stadtradeln, vielleicht kann ich eine kleine -persönliche- Zwischenbilanz ziehen.
Ich selber bin Radelanfängerin, ganz im Gegensatz zu etlichen Mitgliedern des Teams. Vielleicht staune ich deshalb noch so sehr über viele, den anderen sehr vertraute Dinge.
Zum Beispiel darüber, wie wirklich wunderschön die gesamte Landschaft um Reinfeld herum ist. Ganz schmale, wenig befahrene Straßen schlängeln sich an Weiden, Teichen und vielen Feldern vorbei, über sanfte Hügel und durch kleine Wälder. Dieses Land ist ein Schatz.

Mir fällt auch auf, wie viele, viele Radfahrer unterwegs sind. Richtige Radsportler, Familien mit Kindern, Pärchen, aber auch viele Senioren, die dank ihrer Pedelecs problemlos auch die etwas abgelegeneren Stellen erreichen können. Und alle wirken außerhalb der Stadt sehr zufrieden.

Vielleicht bin ich bislang die falschen Strecken gefahren, aber ich habe bislang nur genau 1 Blühstreifen an einem Feld gesehen. Nichtmal die Ackerrandstreifen sind bunt, da steht nur langweiliges, hohes Gras. Wie sollen die Bienen und andere Insekten dort etwas zu fressen finden??

In Reinfeld selbst fallen einem -wenn man es geschafft hat, die Rad-Schleichwege zu entdecken- etliche alte, schöne Häuser auf. Meist liebevoll in Schuß gehalten, mit alten Rosensträuchern bewachsen oder in verwunschen wirkenden Gärten.
Es gibt noch ganz alte Fotos von Reinfeld, auf denen man sieht, dass dies hier früher eine regelrechte Gartenstadt war, mit viel Grün und wenig Verkehr. Von dieser gesunden Beschaulichkeit ist leider durch die stadtplanerische „Modernität“ der sechziger und siebziger Jahre, die vieles von dem Charme und der Lebensqualität dem Autoverkehr geopfert hat, wenig übriggeblieben.
Menschen, die jetzt mit dem Auto auf den Hauptverkehrsstraßen durch Reinfeld fahren, sehen nur eine 08/15 Kleinstadt mit viel Verkehr und können vielleicht nur mal einen kurzen Blick auf den Herrenteich erhaschen. Für die durchfahrenden Radfahrer bedeutet Reinfeld in erster Linie eins: Streß.
Möchten Radwanderer von Bad Oldesloe kommend weiter nach Lübeck, haben sie die schöne Wahl zwischen der lebensgefährlichen B75, und dem Weg durch die Stadt, auf dem sie sich auf stark befahrenen und meist recht steilen Straßen irgendwie gegen dicht vorbeifahrene Autofahrer behaupten müssen. Und die Autofahrer ihrerseits haben oft ihre Mühe, irgendwie unfallfrei an den Radlern vorbeizukommen. Auch für sie ist das stressig und nervig.

Mein persönliches Halbzeitfazit ist, dass ich zukünftig viel öfter Ausflüge und Einkäufe mit dem Rad mache. Aber auf Schleichwegen.

I.L.



Wir „Radeln für Reinfeld“ – mit Update

Im Kreis Stormarn findet wieder das Stadtradeln statt, vom 30.05. – 19.06.2019.
https://www.stadtradeln.de/kreis-stormarn

Die Stadt Reinfeld macht als Kommune zwar leider nicht mit (warum eigentlich nicht?), aber das braucht ja niemanden daran zu hindern, sich einem Team anzuschließen und aktiv etwas für das Klima zu tun. – Oder zu zeigen, dass man bereits umweltbewußt ist.
Außerdem kann man so auch zeigen, dass das Thema Radverkehr bei uns in Reinfeld durchaus wichtig ist.

Von uns sind beileibe auch nicht alle die Supersportler, aber jeder Kilometer, der nicht mit dem Auto zurückgelegt wird, zählt.
Schon, wenn man nur mal eben fix vom Kalkgraben in die Stadt zum Einkaufen fährt, sind das hin und zurück bereits drei oder vier Kilometer. Das summiert sich schnell auf…
Teilnehmen kann man auch gut mit Pedelecs.
Mitmachen geht ganz einfach: Auf diesen Link clicken, anmelden, losradeln. Dann braucht man nur noch die gefahrenen Kilometer täglich oder alle paar Tage dem Teamcaptain melden, oder online eintragen, fertig.
Es gibt auch eine App („Stadtradeln“) im Playstore. Das macht die Sache noch einfacher, dann wird automatisch gezählt und eingetragen. 🙂

Man kann auch später noch mitmachen, man muß nicht von Anfang an dabei sein.
Viele Fragen werden hier beantwortet: https://www.stadtradeln.de/faq-radelnde#c20178
Und wenn man nicht so recht weiß, wo man noch fahren könnte, gibt es hier Tourenvorschläge: http://www.sh-radroutenplaner.de/

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie dabei sind, beim „Radeln für Reinfeld“!

Update vom 06. Juni 2019:

Herr Bürgermeister Gerstmann teilte uns mit, dass die Stadt Reinfeld, bzw. ein Team der Stadtverwaltung, jetzt auch mitmacht. Finden wir prima!



Heute ist :

Welt-Bienen-Tag!

Passend zum Thema haben wir diesen Artikel in den Lübecker Nachrichten gefunden:
https://www.ln-online.de/Lokales/Ostholstein/Blumen-statt-Acker-Landwirte-legen-Bluehstreifen-fuer-Insekten-an

Leider muß man erzählen, dass jemand aus unserer Gruppe gerade eine große Fahrradtour rund um Reinfeld gemacht hat – und nicht einen einzigen Blühstreifen entdecken konnte. Nicht einen.
Und das bei elf Landwirten, die in und um Reinfeld herum wirtschaften. Ist das nicht traurig?
Ich finde es auch deshalb schade, weil die Landwirtschaft doch eigentlich für Leben steht. Sie ernährt uns alle. Ist denn da nicht auch jeweils wenigstens ein Eckchen frei, um auch auch ein paar Bienen mit zu füttern??

Wenn es am Geld hängen sollte, kann man doch auch hier quadratmeterweise an Privatleute und Firmen Blühstreifen „vermieten“.
Also mehrere von uns wären auch freudig mit dabei!

https://www.weltbienentag.de/



Als „Dankeschön“ an die Reinfelder Politik

Man muß auch mal danke schön! sagen, wenn jemand aus der Politik etwas richtig gutes getan hat!

Deshalb verlinke ich hier mal die Seiten von der Reinfelder SPD:

Die SPD in Reinfeld

und von den Grünen:

Die Grünen

und von der WIR

Die WIR-Reinfeld (ja, sie durften sehr gerne unseren Text übernehmen 🙂 )

Die Abgeordneten dieser drei Parteien haben zukunftsgerichtet entschieden. Sie sind nicht der Meinung, dass die Finanzen einzelner Investoren Vorrang haben vor Umwelt- und Menschenschutz.

DANKE SCHÖN!

Keine Bange, Sozialwohnungen werden trotzdem entstehen – und zwar innerhalb der Stadt. Konkrete Pläne für ein größeres Gebiet bestehen ja schon. Zentral gelegen, mit alten Bäumen und Grünflächen, auf schon längst versiegelten Flächen.
Dazu entstehen gerade stadtweit neue Wohnungen und Mehrfamilienhäuser.
Im Außenbereich muß man gar nicht bauen, um den Wohnraumbedarf zu erfüllen. Da „muß“ man nur bauen, wenn man den Hals nicht vollkriegt und wenn einem die Lebensqualität der jetzigen und zukünftigen Einwohner egal ist. 



Die Zukunft kann kommen!

Gestern, am 13.05.19, tagte der Stadtentwicklungsausschuß.
Der Sitzungssaal des Neuen Rathauses war brechend voll, weil eine Beschlußvorlage von SPD, WIR und den Grünen unter anderem vorschlug, Land-und Forstwirtschaft in Reinfeld zukünftig ausschließlich biologisch-ökologisch betreiben zu lassen. Dies rief den geballten Protest sämtlicher Reinfelder Landwirte hervor, die sich in ihrer Existenz bedroht sahen.
Nach längerer Diskussion wurde zwar klargestellt, dass keineswegs geplant war, irgendjemanden in seiner Existenz zu bedrohen, oder zur Umstellung seiner Landwirtschaft zu zwingen, trotzdem wurde auf den Vorschlag der Landwirte zur Umformulierung des Beschlusses eingegangen.
Diesen Protest aus Angst um die Existenz finde ich sehr verständlich.
Dass biologische Landwirtschaft entgegen der Meinung unserer Landwirte für die Umwelt trotzdem besser wäre, belegen hunderte Studien, unter anderem vom renommierten Thünen-Institut.
https://www.thuenen.de/de/infothek/presse/aktuelle-pressemitteilungen/was-der-oekolandbau-fuer-umwelt-und-gesellschaft-leistet/

Leider besteht in Reinfeld immernoch starker Widerstand dagegen, selbst unter den Junglandwirten, wie in der Raucherpause zu hören war.
Es ist zu hoffen, dass auch hier zukünftig doch ein Umdenken stattfindet. Man kann auch mit der Biolandwirtschaft genau so gut, oder vielleicht sogar besser seinen Lebensunterhalt verdienen, eben weil die Verbraucher inzwischen verstärkt auf Bioprodukte achten.

Neben der Landwirtschaft wurden allerdings für die Zukunft bahnbrechende, großartige Entschlüsse getroffen.
Unter anderem: Es wird kein großes Baugebiet in der Dröhnhorst geben!
Die Natur hat dort doch noch eine Chance!
Mein Traum wäre, dass eine große Naturschutzstiftung das Gelände für sehr gutes Geld dem jetzigen Eigentümer abkauft, um es dann zu renaturieren.
Die Gewinner wären dann wir alle, jeder einzelne Einwohner von Reinfeld und Umgebung, die gesamte Natur hier, und natürlich auch die Landwirte.

Hier geht es zu den Entschlüssen im Einzelnen.

 

 



Macht sich noch jemand anders Sorgen?

Gibt es noch irgendeinen Menschen, der noch nichts von dem absolut dramatischen UN-Bericht zum Artensterben gehört hätte?
Auch wir hier im kleinen Reinfeld, auch jeder einzelne kann ein kleines bißchen dagegen tun.
Sei es die Bebauung jetzt noch freier Flächen, sei es das Totspritzen aller Krabbler auf dem Feld, seien es Kieswüsten als Vorgärten. Oder wenigstens das Zeichnen der unten stehenden Petition.

Hier ist die von Dirk Steffen initiierte Petition, um den Artenschutz ins Grundgesetz zu übernehmen.

https://www.openpetition.de/petition/online/artenschutz-ins-grundgesetz-biodiversitaet-und-oekosystemleistungen-erhalten

 

 

 

 

 

 



Mehr Naturschutz für Reinfeld?

Das Land Schleswig-Holstein ist gerade dabei, einen neuen Landschaftsrahmenplan aufzustellen.
Heißt im Grunde nichts anderes, als dass  – auch auf lokaler Ebene – neu festgelegt wird, wie denn die Ziele und benötigten Maßnahmen aussehen müssen, um dem Naturschutz Rechnung zu tragen.
Auch alle Bürger durften sich beteiligen. Selbstverständlich hat auch Pro Reinfeld mitgemacht.
Eine genauere Erklärung und eine schöne Zusammenfassung unserer verschiedenen Stellungnahmen findet man HIER einmal zusammengefaßt.

 



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